Wie du die Führung übernimmst

Damit Beziehungen funktionieren können, muss der Mann die Führung übernehmen.

Starke Worte, die erst einmal belegt werden wollen. Dafür müssen wir zunächst klären, was Führung ist, und was nicht.

Über andere zu bestimmen und sie etwas tun zu lassen, was sie freiwillig niemals tun würden, ist keine Führung, sondern Herrschaft. Die Möglichkeit der Bestrafung steht immer im Raum, wenn auch nur im Hintergrund.

Echte Führung ist mehr in Verbindung mit Inspiration, Motivation, Partnerschaft. Führen heißt wortgeschichtlich „fahren machen“, also in Bewegung versetzen. Dafür braucht es mindestens zwei, Führer und Geführte, mit einer vereinten Willensäußerung.

Du als Mann in einer Beziehung kannst die Führung übernehmen, indem du Anstöße gibst, Vorschläge machst und Impulse setzt. Frauen lieben das, selbst, wenn sie den konkreten Vorschlag nicht gutheißen sollten. Doch auch das gehört dazu.

Eigentlich ist Führen Wahlmöglichkeiten bieten. Welche Wahl deine Frau dann trifft ist sekundär.

Du kannst das testen, indem du zwei verschiedene Ansätze ausprobierst:

  • Frag deine Frau, was ihr am Samstagabend tun sollt, und warte die Antwort ab.
  • Sag deiner Frau, dass du am Samstagabend gerne (mit ihr) ins Kino einen bestimmten Film anschauen gehen willst.

Du musst dies vielleicht nicht einmal ausprobieren, weil du beim Lesen den Unterschied schon spürst

Mit der ersten Version öffnest du ein Vakuum, in dem sie sich unsicher fühlen wird. Beim zweiten Punkt öffnest du einen Raum für Kommunikation, du bietest eine konkrete Wahl. Es heißt nicht, dass sie mitgehen muss. Es heißt nicht einmal, dass du gehen musst – nur, dass du willst.

Wenn du offen für zusätzliche Optionen bleibst, kommt am Ende vielleicht etwas noch Besseres dabei heraus. Zum Beispiel erst Essen, dann Kino, dann eine laaaange Liebesnacht.

Es gibt für Frauen wenig Anziehenderes als einen Mann, der weiß, was er will!

Führung sieht in diesem Beispiel dann so aus, dass eine Entscheidungsbasis, ein Ausgangspunkt, für einen gemeinsamen Abend (von dir) geschaffen wurde. Dafür ist sie dir dankbar. Ob du dann alleine gehst oder ihr gemeinsam, oder was auch immer, ist dann zweitrangig.

Erstrangig ist, dass du deinen Willen geäußert und damit implizit ihren erfragt hast.

Du hast sie miteinbezogen, und das ist genau, was sie braucht.

Frauen lieben Kommunikation! Und sie lieben ganz besonders diese Art von Kommunikation.

Es geht weniger darum was du willst oder sie will, sondern mehr darum, was ihr gemeinsam wollt. Führen heißt vereinen, das wussten nicht nur Mandela, Gandhi oder King. Doch ihnen folgten die Menschen, weil sie das Beste für alle wollten.

Wenn du das Beste für dich und deine Frau willst … hast du automatisch die Führung übernommen – und eine gute Form von Führung noch dazu – gratuliere! 🙂

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